
Musik-literarische Abende
mit Ernst Konarek, Rezitation
Liebte Sie Brahms?
Die Beziehung von Johannes Brahms und Clara Schumann in Wort und Musik
Ernst Konarek liest Auszüge aus Tagebüchern und Briefen. Die Lesung wird umrahmt von Auszügen aus folgenden Werken:
L. van Beethoven: Kreutzersonate
J. Brahms Klavierqintett f-moll, op. 34
R. Schumann Klavierqintett Es-Dur, op. 44
C. Schumann 3 Lieder (falls gewünscht)
Clara schreibt: „Dieser Monat brachte uns eine wunderbare Erscheinung in dem 20-jährigen Komponisten Brahms aus Hamburg. Das ist wieder einmal einer, der kommt wie eigens von Gott gesandt! – Es ist wirklich rührend, wenn man diesen Menschen am Klavier sieht mit seinem interessant jugendlichen Gesicht, das sich beim Spielen ganz verklärt, seine schöne Hand, die mit der grössten Leichtigkeit die grössten Schwierigkeiten besiegt (seine Sachen sind sehr schwer), und dazu diese merkwürdigen Kompositionen.“
Und schon bald schreibt der junge Brahms an seinen Freund, den Geiger Joseph Joachim, über die vierzehn Jahre ältere Clara: „...ich muss mich oft in Gewalt halten, dass ich sie nicht ganz ruhig umfasse...“
Sie lässt ihn gewähren und findet Gefallen an seinen Märchen aus 1001 Nacht. Aus der „verehrten Frau Schumann“ wird die „geliebte Clara“, und die wiederum wird zu Prinzessin Badur, der Geliebten Prinz Kamaralsamans.
Dieses Krokodil mordet Literaten!
Franz Schubert und Johann Mayrhofer
Franz Schubert und Johann Mayrhofer verband eine Freundschaft, die in der tiefen Bewunderung begründet war, die jeder für das Können des anderen hegte. Mayrhofer liebte die Musik von Schubert, ständig summte er seine Melodien nach. Aber er war unglücklich, sollte er doch seine wunderschönen Gedichte im Auftrag des reaktionären Fürsten von Metternich zensieren. Schliesslich konnte Mayrhofer den Zwiespalt zwischen Kunst und Staatsräson nicht mehr ertragen. Am 5. Februar 1836 machte er seinem Leben durch einen Sprung vom obersten Stockwerk des Amtshauses ein Ende.
Der Wiener Schauspieler Ernst Konarek leiht den Briefen und Gedichten von Mayrhofer seine Stimme und bringt seinen Hörern einen Menschen nahe, der Franz Schubert vergötterte - und sich selbst verachtete. Die Lesungen werden illustriert durch Auszüge aus folgenden Werken:
L. van Beethoven Streichquartett op. 135 „Muss es sein?“
F. Schubert Streichquartett d-moll, „Der Tod und das Mädchen“
F. Schubert Streichquartett a-moll, „Rosamunde“
F. Mendelssohn Streichquartett a-moll op. 13
G. Rossini Sonata a quattro